Industriepark bei Kaluga
Der Artikel in der Zeitung Wirtschaft und Leben no.30
Rund um Kaluga entsteht ein Ring aus Industrieparks und Industriegeländen. Das ist absolut logisch, wenn man die strategisch günstige geographische Lage der Region und die Bereitschaft der Gebietsadministration, optimale Bedingungen für ausländische Investoren zu schaffen, in Betracht zieht.
Die finnische Gesellschaft Lemcon hat mit der Umsetzung eines eigenen Projektes des Industrieparks im Kaluga Gebiet begonnen. Es wird geplant, dort etwa 20 neue Betriebe von russischen und ausländischen Firmen anzusiedeln.
Lemcon bietet westlichen Investoren die Möglichkeit an, schnell und mit minimalen Risiken auf den russischen Markt zu kommen.
Wir haben einige Fragen an Projektleiter von Lemcon I-Park, Generaldirektor der Lemcon-Invest AG A. Pituchin und den regionalen Leiter von Lemcon Mika Sandin gestellt.
Lemcon arbeitet in Russland schon seit einigen Jahren. Dieses Mal ist die Wahl auf die Kaluga Region gefallen. Was fand die finnische Firma Lemcon so attraktiv in diesem Winkel Russlands?
A. Pituchin: Kaluga liegt an einer Kreuzung von Hauptautomobil- und Eisenbahnstraßen nur 180 km weit von Moskau. Das sichert einen guten Zugang zu den Märkten von Belorussland, Ukraine und baltischen Staaten. Schon vor einigen Jahren setzte die Administration des Gebiets ihre Hoffnung auf die industrielle Entwicklung und seitdem wurde hier eine Reihe von großen Investitionsprojekten realisiert und Produktion von weltbekannten Marken, wie Volkswagen, Samsung, Lafarge, SABMiller u.a. angesiedelt. In der Region sind gute Investitionsbedingungen für die Produktionsunternehmen, welche hierher kommen, geschaffen. Eine große Rolle spielten in unserer Wahl die aktive Position und vernünftige Investitionspolitik der regionalen Regierung, denn die staatliche Unterstützung ist die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung von jedem Projekt. Wir haben gute Beziehungen zu der örtlichen Administration, zu Ministerien und Behörden des Gebiets Kaluga, ihre Grundlage bilden Vertrauen und gegenseitiger Vorteil. Vor zwei Jahren haben wir rechtskräftig unser Eigentum an einem Grundstück 20 km weit von Kaluga beurkundet und unterzeichneten mit der Administration des Gebiets und des Rayons einen Vertrag über die Investitionszusammenarbeit, welcher eine Grundlage für die Umsetzung des ziemlich ambiziösen Projektes über die Entwicklung und Aufbau unseres eigenen Industrieparks bildete.
Warum hat die Lemcon die Umsetzung ihres Projektes eben mit Utilities begonnen?
M. S. Das Hauptkennzeichen unserer Firma ist immer Qualität gewesen. Und die Qualität bedeutet für uns nicht nur ein hohes Niveau von Leistungen und Bauarbeiten, sondern auch eine hohe Verantwortung vor den Kunden für unterbreitete Investitionsangebote. Deshalb hat die Leitung der Fa. Lemminkäinen zum ersten Mal in ihrer 100-jährigen Geschichte den Beschluss gefasst, eigene Mittel in den Bau und Entwicklung der Infrastruktur eines Industrieparks in Russland zu investieren. Erst nachdem wir selbst vertragliche Garantien für den Anschluss von den für den I-Park notwendigen Strom- und Wasserkapazitäten und alle dafür notwendigen Unterlagen haben, können wir den in den I-Park kommenden Firmen voller Sicherheit den Anschluss an die erforderlichen Kapazitäten anbieten. Diese Asrbeit wurde in der vergangenen Periode durch unsere örtliche Tochterstruktur, die Lemcon Invest GmbH, erfüllt.
Auf welcher Stufe befindet sich jetzt Ihr Projekt?
A.P. das Projekt Lemcon-I-Park umfasst ein Territorium mit einer Fläche über 700 ha. Auf der ersten Stufe planen wir ein Grundstück von 130 ha zu bebauen, welches Lemcons Eigentum ist. Heutzutage haben wir einen rieseigen Leistungsumfang erfüllt, welcher jedem Bauvorhaben vorangeht: Städtebaulicher Plan liegt vor, Projekte der Sanitärzonen und der inneren Infrastruktur sind bestätigt, technische Bedingungen für den Anschluss an Strom- und Wasserlieferanten sind erhalten, sowie alle erforderlichen Bewilligungen und Genehmigungen. Auf dem Gelände des I-Parks werden Bauarbeiten an der äußeren Infrastruktur abgeschlossen, und dies alles mit eigener Finanzierung. Die Frage der Infrastruktur ist für uns immer vorrangig. Wir verstehen, dass die ingenieurmäßige Vorbereitung den wichtigsten Teil eines I-Park-Projektes bildet, obwohl dieser Teil auch der aufwendigste ist, deshalb sind wir bestrebt, alle Arbeiten am Errichten eines Umspannwerkes, Verlegen der Wasserversorgungs- und Kanalisationsleitungen, am Bau von Straßen u.a. möglichst schnell zu Ende zu bringen. Leider ist es beinahe unmöglich, auf dem Territorium von Russland ein Grundstück mit der notwendigen ingenieurmäßigen Vorbereitung zu finden, deshalb kann ich nicht umhin, das einzigartige Herangehen unserer Firma zu erwähnen. Da wir das Grundstück des Lemcon-I-Parkes soweit vorbereitet haben, können wir unseren Kunden schon heute voller Zuversicht minimale Aufbau- und Inbetriebnahmefristen von ihren Produktions- und Lageranlagen sowie gesicherte Kapazitäten von angeschlossenen Energieversorgungsleitungen bieten.



